10.06.2007

Der talentierte Mr. Hammer


Dr. Hammer auf der Flucht. Da hat der Reinhardt (FLZ) den Hammer (CSU) aber ganz schön kalt erwischt mit seinem Hintergrundbeitrag in der gestrigen FLZ. Klammheimlich also wollte Hammer sich davonmachen, um in Schwabach als Oberbürgermeister zu kandidieren. Sein herumeiern auf Reinhardts Fragen lässt wohl kaum einen anderen Schluss zu. Dort einen nach langjähriger SPD-Herrschaft wohl sicher geglaubten Wahlsieg für die Ehrlichen von der CSU einfahren. Auf diese Angelegenheit hin angesprochen, zeigte Hammer auch gleich, was ihn für seinen heutigen Vortrag dort über „Ehrlichkeit in der Politik“ in Neuendettelsau qualifiziert. Ein als Vorstellungsgespräch für den Schwabacher OB Kandidaten Dr. Christoph Hammer von langer Hand inszenierter Auftritt, auf dass sich die CSU-Granden aus dem nahe gelegenen Schwabach gleich ein Bild machen können, vom smarten, etwas ungelenken Charismatiker. Wen stört es da schon, dass Hammer bereits das Amt des OBs in Dinkelsübhl bekleidet. Er selbst, soHammer, will erst von der SPD von seiner OB-Kandidatur in Schwabach erfahren haben. Ehrlichkeit? Verlogenheit? Was macht das schon für einen Unterschied in der Politik?

Von Anfang an hat der Frosch Hammer als karrieregeilen Ichling portraitiert, dem es in erster Linie um sich selbst geht und der Dinkelsbühl - man könnte auch sagen, das Geld der Dinkelsbühler - dazu benutzt, pausenlos auf sich aufmerksam zu machen. Spätestens seit gestern müssen sich nun einige Verantwortliche ernsthaft fragen – vor allem jene, die das bisher nicht wahrhaben wollten oder es sich hinter einem umtriebigen OB vielleicht ein wenig zu bequem eingerichtet hatten - wie es um die Besetzung des Stadtoberhauptes und somit auch ein Stück weit um die Zukunft Dinkelsbühls bestellt ist. Es gilt nun, die Falten zu glätten. Aber vor allem sind die richitgen Schlüsse daraus zu ziehen hinsichtlich 2008? Weiterhin bequem zurücklehnen, oder doch lieber einen Gegenkandidaten aufstellen, solange noch Zeit dafür ist?

Ginge es nach OB Hammer, wäre er nämlich längst weg. Die Amtszeitverkürzung kommt ihm da nicht ungelegen. Der Hammer will mehr und die Zeit läuft ihm davon, wie er selbst sagt. Hammer weiß das wohl am besten. Denn viele seiner in den Medien verkündeten Erfolge könnten sich, früher als ihm lieb ist, als das herausstellen, was sie wirklich sind: Finanzielle Rohrkrepierer. Von Anfang an war es Hammers Kalkül, Dinkelsbühl als Wirtstier für seine politischen Ambitionen zu nutzen. Mit Unterstützung der CSU, die ihn dabei mit allerlei Zuschüssen aus CSU nahen Fördertöpfen unterstützt hat. Ein in Byern seit langem bewährtes System. Sicher, angeblich alles Investitionen, die Dinkelsbühl zugute kommen. Über die Folgekosten und die möglicherweise daraus für Dinkelsbühl entstehenden massiven Einbußen aber spricht niemand.

Dass Hammer in Dinkelsbühl 2008 vermutlich keinen Gegenkadidaten zu fürchten braucht, zeigt, wie geschickt (oder skrupellos?) er seine Politkarriere plant. So hält er sich seinen OB-Posten in Dinkelsbühl warm und kann seinen Hals in aller Ruhe über die Stadtmauer recken und nach höheren Ämtern Ausschau halten. Und wenn’s nicht klappt? Was soll’s? Schlechtes Wahlergebnis 2008 in Dinkelsbühl wegen Vertrauensverlust? Egal, da er sowieso der einzige Kandidat ist. Dann saugt er eben weiter am Stadtsäckel. Bleibt zu hoffen, dass er die Rechnung dabei nicht ohne das Stimmvieh machen darf.

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10 Comments:

At Dienstag, 12. Juni 2007 09:26:00 MESZ, Anonymous Rathaus said...

Seit heute wissen wir, wenn Hammer sagt:
"Hätte ich im Hinblick auf Schwabah alles gesagt, was ich" wusste, "dann hätte ich anderen geschadet."
Soll heißen: Ja, ich war am Job in Schwabach interessiert.

Seit heute wissen wir auch:
"Seine Frau sei seine beste Beraterin, sagt Hammer" ... "als er ihr gesagt habe, über welches Thema er in Neuendettelsau reden werde, habe sie ihm geantwortet: "Das geht ja sowieso nicht.""
Soll heißen: Wenn ich lüge, ist immer meine beste Beraterin nur nicht ich schuld daran.

Und wer das nicht glaubt, stellt weiter im heutigen Beitrag der FLZ fest: Lügen in der Politik rechtfertigt sich schon allein aus der Notwendigkeit heraus wiedergewählt werden zu müssen. Zurück in den Beruf geht als Politiker, laut Hammer, angeblich ja gar nicht mehr.

Was zu beweisen war, sollte nun jedem offensichtlich geworden sein.

 
At Dienstag, 12. Juni 2007 10:23:00 MESZ, Blogger blogfrog said...

Die Deckung hält, die Maske nicht.

 
At Dienstag, 12. Juni 2007 23:36:00 MESZ, Anonymous Auch-Rathaus said...

jeder kann ja so interpretieren wie er möchte, so wie es hier das wohl frustierte Rathausmitglied tut. Sollte die Schwabacher CSU an Hammer Interesse zeigen, so sagt das doch noch lange nicht aus, dass Hammer an dem Job in Schwabach interessiert ist. Abgesehen davon wäre es durchaus legitim sich Anfragen anzuhören. Was ist schon dabei? Keinesfalls sagt es das aus, was "Rathaus" vermutet, denn dann hätte er doch das Angebot angenommen, sofern es tatsächlich gemacht wurde. Abgesehen davon hat Hammer die Frage auf die Kandidatur in Schwabach klar mit "NEIN" beantwortet, was ja auch nachzulesen war.
Absolut lächerlich ist die Auslegung von "Rathaus" bezüglich der Beraterfunktion von Hammer´s Frau. Wer Hammer kennt und das sollte doch gerade "Rathaus", dann wüsste er, dass er sich niemals hinter seiner Frau verstecken würde.
Dass es in der Politik nicht nur ehrlich zugeht, ist wohl jedem bekannt und dass ein Politker bestrebt ist wiedergewählt zu werden, wohl auch. Insofern finde ich hier auch nichts Verwerfliches an Hammer´s Aussage. Das "Rathaus", blogfrog und manch andere mit Hammer nicht glücklich sind, ist doch okay. Welcher Politiker kann von sich schon behaupten 100% der Wählerschaft hinter sich zu haben; schließlich kann er es nicht jedem recht machen. Man wird ja sehen, wie sich die Dinkelsbühler Wählerschaft bei der nächsten OB-wahl verhält. Dann wird auch "Rathaus" erkennen, was "offensichtlich" ist.

 
At Mittwoch, 20. Juni 2007 13:26:00 MESZ, Anonymous Anonym said...

esS Pee Deehee - hier solltet ihr Euch ein Beispiel nehmen

 
At Donnerstag, 21. Juni 2007 17:27:00 MESZ, Anonymous Zone 30 Mönchsrother Str. said...

Haben Sie auch eine Meinung zu der Einrichtung der Zone 30
in der Mönchsrother Str. Die von Oben als Probezeit
eingerichtet wurde und dann kräftig beblitzt wurde mit der
Aussage mann muß prüfen wie die Bürger die zone annehmen und es
werde kein Strafzettel verschickt. Die Kasse ist Leer es werden
ganz viele Bußgelder eingefordert. Der Hammer ist aber, das diese
Zone in 4 Wochen angeblich wieder fällt, die ist beim Stadtrat schon
verabschiedet. REINE ABZOCKE. Ihre Meinung wäre zu diesem thema
ebenfalls interesant.
mfg bis bald

 
At Donnerstag, 21. Juni 2007 17:31:00 MESZ, Blogger blogfrog said...

Vielen Dank für ihre e-mail, die wir erstmal hier als Kommentar eingestellt haben. Bei weitergehendem Interesse und konkreteren Hinweisen auf eine mögliche Abzocke in der Mönchsrother Str., nehmen wir uns des Themas gerne an. Einstweilen lassen wir es hier als Kommentar wirken.

 
At Samstag, 23. Juni 2007 16:17:00 MESZ, Anonymous Anonym said...

Na also, geht doch. Die 110 angeblich irrtümlich versandten Bußgeldbescheide (Tempo 30, Mönchsrother Str.) werden von der Stadt zurückgenommen. Das geht natürlich nicht ohne nochmals 110 Briefchen zu verschicken.

 
At Montag, 25. Juni 2007 00:34:00 MESZ, Anonymous Bernd F. said...

wie gerne lese ich und viele andere Dinkelsbühler deine Seite. Sie ist eine richtige Alternative zu unserer überaus unabhängigen FLZ.

Wobei wir auch hier schon beim Thema wären. Ich und auch andere Dinkelsbühler ärgern sich schon grün und blau, wenn sie morgens dieses Propaganda Blatt aufschlagen. Ständig wird hier von irgendwelchen Laienschauspielern berichtet, die Ihr Geld am Landestheater oder im Rathaus verdienen. Wir sind schon soweit, dass solche Themen an der Eisdiele Pra diskutiert werden.

Nun stellt sich mir als Dinkelsbühler natürlich die Frage diesen Missstand ändern zu können. Eine Möglichkeit wäre es einen Leserbrief in unsere Tageszeitung zu schreiben. Dies tat mein Freund auch als er sich über die parkenden Autos während des Weihnachtsmarktes beschwerte.
Das Ende vom Lied war, dass der Leserbrief nicht vollständig abgedruckt wurde und er ins falsche Licht gerückt wurde. Ich weiß Ihre Seite wird sehr viel gelesen und auch von vielen beobachtet.

Weisen Sie doch mal auf diesen Missstand hin.

Ich würde mich auf jeden Fall freuen mal etwas darüber zu lesen.

 
At Montag, 25. Juni 2007 00:39:00 MESZ, Blogger blogfrog said...

Ihre Ansichten über die hiesige Journaile sind interessant. Wir haben ihre email hier eingestellt, damit sich auch andere zu Ihren Ansichten äußern können. Bei Bedarf werden wir einen eigenen Post dafür einrichten. Damit Ihnen keine Nachteile entstehen, haben wir die von ihnen gemachten persönlichen Daten nicht vollständig veröffentlicht. Auf ausdrücklichen Wunsch Ihrerseits holen wir das gerne nach. Vielen Dank.

 
At Dienstag, 16. Oktober 2007 10:30:00 MESZ, Anonymous Schwabacher Rathaus said...

Aus zuverlässiger Quelle habe ich erfahren, dass Euer OB sich auf Eigeninitiative bei uns in Schwabach um den Posten des OBs beworben hat. Irgendetwas scheint ihm bei Euch nicht zu gefallen.

Gruß,

Rainer M.

 

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