Operation Willkür - das Mutschach Attentat

Am Geschehen rund um die Bundesstraße mit der Nr. 25 erhitzen sich weiterhin die Gemüter in der Region. Nach heroischem, aus Sicht betroffener Dinkelsbühler, jedoch rücksichtslosem Kampf, aus Sicht betroffener Nachbargemeinden, auf deren Straßen sich der dieserorts ausgesperrte Verkehr nun verlagert, sowie einer Odyssee durch die Gerichtsinstanzen, hat OB Hammer eine Probesperrung für die Dauer von 15 Monaten erzwungen - auf Kosten der bereits oben erwähnten Nachbarn und des Steuerzahlers, der nun auch noch für die neuaufkommende Bürokratie der Sondergenehmigungsverfahren für die zahllosen LKW aufkommen muss. Schließlich soll der LKW-Verkehr in nahezu gewohnter Weise weiterrollen. So und nicht anders ist es gewollt und wurde es geregelt. Wie sonst will man sich erklären, dass das festgelegte Bußgeld für Sperrbrecher nicht einmal die eingesparte Autobahnmaut übersteigt? Nun, da die Sache beileibe nicht endgültig entschieden scheint und die Gegner der Sperrung, Wirtschaft und Nachbarn aus der Region, erneut die Gerichte bemühen wollen, sucht der OB sein Heil in der Durchsetzung der Ost-Umgehung. Einzig die Dinkelsbühler wollen ihm nicht folgen. Widerstand macht sich breit.
Größere Kartenansicht
Vom anziehenden "Widerstand" konnte sich, wer wollte, am Donnerstag Abend eindrucksvoll überzeugen. Ein eigens für die Verhinderung der besagten Umgehungsstraße gegründeter Verein präsentierte sich mit extrem guten Argumenten gegen eine Ost-Umgehung einer breiten Öffentlichkeit. Auch OB Hammer, der vosorglich seinen Wohnsitz weit weg von der geplanten Ost-Umgehung in den ruhigen Westen Dinkelsbühls verlagert und als einer der wenigen Befürworter und Vorkämpfer für die Ost-Umgehung gilt, war zugegen. Sichtlich überwältigt war er ("gesagt hat er nix") von der Parteiübergreifenden Entschlossenheit der Dinkelsbühler, den Raubbau an ihrem Naherholungsgebiet, dem Mutschachwald, zu verhindern. Ganz zu schweigen von der Unredlichkeit, einer rückwärtsgewandten (Bundes)Verkehrspolitik weiterhin den Weg zu ebnen, indem man immer mehr Straßen baut, anstatt, vor dem Hintergrund zunehmender ökologischer Herausforderungen, nach neuen Wegen aus der Verkehrsmisere zu suchen. Rettet die Mutschach, so das Motto des sich in Gründung befindenden Fördervereins Naherholungsgebiet Mutschach Dinkelsbühl.
Bei allem hin und her, sieht man genauer hin, stellt sich dem einen oder anderen vielleicht die Frage, in wie weit unsere Politiker noch in der Lage sind, Entscheidungen zum Wohle unserer Bürger zu treffen? Auf der Suche nach einer Antwort - allerdings beschränkt auf die hiesige Kommunalpolitik und unseren Fall - lohnt es sich zunächst einmal, den Blick auf das politische Umfeld in unserem Städtchen zu richten. Bis dato hielten die etablierten Parteien und Verbände das politische Territorium besetzt. Nun macht es ihnen eine von allen Bevölkerungsschichten getragene Bürgerbewegung in Form eines Fördervereins streitig. Aus gutem Grund. Die Grünen sind, als ordentliche Mitglieder des Fördervereins, wenn auch nur ein wenig so doch endlich wahrnehmbar. Die CSU lässt sich annähernd Widerstandslos von ihrem Ortsvorsitzenden und Dinkelsbühler OB Hammer eine naive Verkehrspolitik aufzwängen. "Eigentlich stand von vornherein nur die Ost-Umgehung zur Debatte." Sodass den Dinkelsbühlern klar wurde: "Schon die Wahl der Rahmen, lässt manche Absicht ahnen." Haben die bei der CSU wirklich geglaubt, die Dinkelsbühler lassen sich für dumm verkaufen, indem man ihnen keine Wahl lässt und eine Ost-Lösung aufzwingt? Manch einer wird nun nachvollziehen können, warum in einer neulichen Umfrage der Uni Bamberg zum Zustand der CSU rd. 70 % der Befragten Filz unter den Christsozialen vermuten. Und die SPD? Ach ja, die SPD und ihr einfallsloser Ortsvorsitzender. Man möchte fast weinen. Zuerst lässt sie sich das Thema B 25 ungeschickt von OB Hammer wegnehmen und dann hechelt sie hinterher, anstatt ihr eigenes politisches Gesicht zu zeigen. Mehr als eine klägliche Inszenierung in der Lokalpresse kam in letzter Zeit nicht heraus. Mit selbst erhobenen äußerst fragwürdigen und - wie man unter den Genossen freimütig einräumt - in keinster Weise belastbaren Zahlen versucht man verzweifelt auf sich aufmerksam zu machen. Kein Wort darüber, dass der LKW-Verkehr nicht zuletzt wegen der fortschreitenden Wirtschaftskrise zurückgeht. Soll das die Basis für eine vorwärtsgewandte Politik sein? Eine Seuche scheint die SPD befallen zu haben im Bund wie im Land und auch in den Kommunen. Kein Wunder also, dass auch in Dinkelsbühl langjährige SPD-Mitglieder ihr rotes Parteibuch zurückgeben.
Willkür im politischen Bettrieb also ist der Stoff aus dem Politikverdrossenheit und geringe Wahlbeteiligung gemacht sind. Vor diesem Hintergrund erachten es die Dinkelsbühler zurecht als Notwendigkeit in Sachen Ost-Umgehung selbst aktiv Widerstand zu leisten. Die Mutschach ist Ihnen als Naherholungsgebiet zu wichtig, die Kommunalpolitik nicht zuverlässig genug, um ihr vertrauen zu können. Im Fall der Umgehungsstraße aber will man sicher gehen, dass die richtige Entscheidung für Dinkelsbühl getroffen wird. Man will vorbereitet sein, um eine falsche Entscheidung des hiesigen Stadtrates nötigenfalls mit Mitteln der direkten Demokratie umzukehren, wie es Art. 28, (2) GG auf kommunaler Ebene garantiert. Glück auf also Förderverein Naherholungsgebiet Mutschach Dinkelsbühl. NEIN zur Ost-Umgehung. Zu unser aller Wohle. Und unser Mitgefühl all denjenigen, welche unter dem LKW-Verkehr leiden müssen oder in Zukunft leiden werden. Und, zu guter letzt, unsere Empfehlung an die Räte unserer Stadt: "Die Wahl ist kurz - die Reu' ist lang", darum: Entscheidet klug - seid Euch nicht bang', bedenkt: Ihr lebt bei uns ein Leben lang.
Labels: Armes Dinkelsbühl, B 25, Stadtentwicklung

19 Comments:
Habe in der Zeitung gelesen, zwei CSU-Stadträte würden dem Vereinsvorstand zuarbeiten....stimmt das ?
Welche Zeitung schreibt denn sowas? Sei's drum. Es ist sicher kein Geheimnis, dass es unter den CSU-Stadträten welche gibt, die den Mumm haben, eine eigene Meinung zu vertreten und sich dafür konstruktiv einzusetzen. Hammer hin oder her.
Viel interessanter ist doch, wie der CSU-Ortsvorsitzende in Zukunft seinen Ortsverein führen will, wenn er mit den seinen genauso schmollt wie mit all den anderen, die nicht seiner Meinung sind - vor allem, wenn er selbst verhindert ist und sein Stellvertreter eine Sitzung leiten soll ;-)
Überhaupt, was will der OB eigentlich? Erst setzt er sich sehr verdienstvoll für die Sperrung der B 25 ein. Dann favorisiert er allem Anschein nach eine Ostumgehung, die genau diese Sperrung wieder rückgängig machen wird (Das war in der Presse zu verschiedenen Zeitpunkten nachzulesen!) Merkt er nicht, wie unglaubwürdig er damit nicht nur sich selbst, sondern auch die Dinkelsbühler Belange macht?
Laubfrosch
na in der Zeitung stehen die Namen Reinhard Reck und Klaus Huber - das sind doch wohl CSU-Stadträte...
Und? Spricht das nun Ihrer Meinung nach für oder gegen die beiden Räte? Handeln die beiden aus rein persönlichen Gründen, weil sie unmittelbar betroffen wären, oder verfügen beide über einen fundiertten ökologisch-ökoniomischen Hintergrund?
Na jedenfalls haben beide Abschlüsse bayerischer Universitäten - der eine ist Politologe, der andere Wirtschaftsjurist. So ganz kann man den ökonomischen Hintergrund ja wohl nicht bestreten. Und um ökologisch zu denken brauch man ja kein Müsli im Bart....
Wenn Du also schreibst "Die CSU lässt sich annähernd Widerstandslos von ihrem Ortsvorsitzenden und Dinkelsbühler OB Hammer eine naive Verkehrspolitik aufzwängen", dann ist das mit dem annähernd willenlos ja nicht so ganz zutreffend, oder ?
Auch nicht ganz ganz Gallien war von den Römern besetzt, nicht wahr ?
Also nicht die CSU verunglimpfen, sondern die anderen 8 von der CSU untertützen, die gegen die Ostumgehung sind und sich noch nicht aus der Deckung wagen...
Na, wenn man hin und wieder ein wenig pieksen muss, um eine Information raus zu kitzeln, dann betrachte die Formulierung "annähernd willenlos" als eine Art verbale Nadel.
Wenn Deine Info (" ...die anderen 8 von der CSU untertützen, die gegen die Ostumgehung sind ...") stimmen sollte, dass also die CSU geschlossen (?) gegen die aktuell geplante Trassenführung der Ost-Umgehung sei - das wäre ja nahezuu sensationell. Kann es nicht doch sein, dass einige innerhalb der CSU doch dafür stimmen werden?
Warum aber, bei dieser Einstimmigkeit, traut sich da keiner aus der Deckung bei der CSU? Vor wem oder was haben die Angst?
Sie haben Angst davor, eine Chance für Dinkelsbühl zu vergeben, weil man sie vor die Alternative "Ostumgehung oder nichts" setzt. Das gilt ja nicht nur für diese acht, sondern für alle, die sich nicht öffentlich äußern.
Neustädtlein fordert ja die "Schopflocher Spange" - warum fordert die eigentlich fast niemand im Stadtrat ?
Hallo Frosch und Freunde,
ich persönlich finde es sehr gut, dass sich die Dinkelsbühelr Bürger mal in Form einer Bürgerinitative engagieren. Ich frage mich auch immer, ob wir eine Umgehung überhaupt brauchen.
Leider stelle ich immer wieder fest, dass es bei der Initative nicht um unsere schöne Mutschach geht, sondern um das eigene Grundstück oder um den Verein der im Bereich der Trasse ansäßig ist.
Die Bundesstraße B25 wird ab Februar im Bereich Donauwörth vierspurig ausgebaut. Nach diesem Ausbau folgen die Umgehungen Wallerstein, Fremdingen und Greiselbach. Die LKWs können also von Augsburg bis DKB ohne Ampel fahren.
Jeder der mit Frachten zu tun hat weiß, dass die Vergütung pauschal erfolgt. Dem Fuhrunternehmer bleibt es selbst überlassen, welche Strecke er wählt. Er wird natürlich schauen den schnellsten Weg zu fahren um Kosten zu senken.
Wenn die Ostumfahrung verhindert und die Sperrung der B25 nach 15 Monaten aufgehoben ist, was machen wir dann??
Die LKW Welle wird unaufhaltsam auf Dinkelsbühl rollen. Den Verkehr können wir nicht mehr verhindern, denn wir haben uns ja entschieden.
Was ist mit den Bewohner der Altstadt, der Luitpoldstraße der Augsburger Straße und den angrenzenden Bereichen???
Warum höre ich immer nur das Wort "NEIN". Ist niemand in der Lage nach einer Lösung zu suchen, anstatt immer nur zu verhindern???
Die Bahntrasse wäre keine Umgehungslösung gewesen. Der Verkehr wird damit nicht verlagert, sondern umlagert. Die Knotenpunkte an den Ortseingängen wären nicht durchführbar gewesen. Deswegen wurde dieser Variante vom StBa Ansbach auch nicht weiter verfolgt.
Die Ostumfahrung ist auch für die Politik eine billige Lösung. Denn jedem ist klar, dass sich die Leute in den Siedlungsgebieten keine Bundesstraße vor die Haustüre bauen lassen wollen.
Somit müssen auch keine 15 Millionen ausgegeben werden!!! Die Politik wirds freuen.
Wie soll diese Geschichte nur weitergehen??? Jetzt sind wir auf starke Politker angewiesen, nicht auf Blockierer und Tagträumer.
Schöne Grüße aus der Altstadt!!!!
Schönes Plädoyer für die Ost-Umfahrung, geschickt verpackt.
1. Es kann nicht sein, dass wir uns weiterhin eine völlig verfehlte Verkehrs- und damit einhergehende katastrophale Umweltpolitik aufzwängen lassen. Damit muss irgendwann Schluss sein. Es ist doch unerträglich, dass Unternehmer, in diesem Fall die Spediteure, auf unsere Kosten Umwelt verbrauchen, die Gesundheit der Menschen ruinieren und dabei horrende Kosten im Gesundheitssystem und Umweltschutz hinterlassen, die Gewinne aber einzig von den Unternehmen eingestrichen werden.
So ist heute unstrittig, dass allein in Deutschland an Dieselruß ca. 14.000 Menschen jährlich sterben. Die heutige Kindergeneration hat bereits vielerorts eine geringere Lebenserwartung als ihre Eltern, unter anderem eben bedingt durch entwicklungshemmende Allergien, verursacht durch Feinstaubbelastung. Die Kleinsten und Schwächsten trifft es eben immer am härtesten. Wer kennt heute noch ein Kind ohne Allergien?
2. Ein Bürgerinitiative ist immer eine Sache von Betroffenen und Sympathisanten. Insofern ist es nicht verwerflich eher allzu menschlich, wenn sich Betroffene engagieren, auch wenn es bei dem einen oder anderen um sein ganz persönliches Grundstück gehen mag.
3. Im Falle der Ost-Umgehung stehen keine Alternativen zur Wahl. Hier wurde insbesondere vom letzten CSU-Bürgermeister vor Hammer versäumt, rechtzeitig eine Diskussion in Gang zu setzen, die vielleicht eine akzeptable Lösung hervorgebracht hätte.
Fazit: Alles in allem geht es hier weder um eigennützige Interessen noch um pauschale NEIN-Sagerei zu allem und jedem. Vielmehr geht es hier um Aufklärung, um Bewusstseinsbildung, damit zukunftfähige Entscheidungen zum Wohle aller, nicht nur weniger getroffen werden können. Wer will kann die Mutschach auch als Synonym verstanden wissen, um dem ressourcenfressenden Raubkapitalismus den Garaus zu machen und endlich einen Paradigmenwechsel herbeizuführen hin zu einer konsequent nachhaltigen Sicht der Dinge. Noch hinterlässt jede Generation ihren Erben die Erde in einem desolateren Zustand und höher verschuldet als sie selbst den Planeten übernommen hat. Damit muss Schluss sein. Wir sind mit unserer (Verkehrs)Politik auf dem falschen Weg. Wie falsch der Weg ist, sieht man, wenn man sich vorstellt der ganze Rest der (dritten) Welt würde ebenso rücksichtslos verfahren wie wir. Die Erde würde binnen Stunden kollabieren. Was wir uns heute leisten, müssen unsere Kinder bezahlen, viele davon mit ihrem Leben. Deshalb deutlich ein Zeicen setzen: NEIN zurr Ost-Umfahrung!
Beifall an Dinkelbauer,
Genau so sieht es aus!
Ich lese immer Dinkelsbühler es kommt immer darauf an welche Dinkelsbühler man fragt.
Die Vorsitzenden dieses Vereins handeln auf jeden fall aus Eigeninteresse und die Grünen springen halt mit auf! Vor allem aus Dörfern die jetzt ihre Umgehung haben, da war dass Land egal!!??
Außerdem widerspricht sich hier unser Grüner Schlaumeier zig Mal!
Denn: Ja, die Sperrung ist nur vorerst Zeitlich begrenzt
Ja, die lkw´s sind weniger wegen der Krise also werden es wieder Mehr
Und wollen wir nicht wieder freunde mit unseren Badewürthbergischen Nachbarn werden
Die ja so verärgert sind!
Und von Alternativen egal zu welchem Thema kommt von Ihrer Seite überhaupt nichts!
Und ihr Wort haben sie auch nicht gehallten „Schluss zu machen“
Sind die Blog-Eigentümer nicht Kritikfähig oder warum kommt der letzte Kommentar nicht!?
Nicht nur immer austeilen!
Bissig, böser Frosch.
Ist dass die Antwort!
Wer glaubt Argumente Pro Ost-Umgehung zu haben, die weitreichender sind als die Gesundheit unserer Kinder, mäge sie vorbringen.
Sicher sollten wir nicht sinnlos alles zubetonieren und zuteeren!
„Bewusstseinsbildung, damit zukunftsfähige Entscheidungen zum Wohle aller“
Darum wir sollten uns auch nicht weiter von der Wirtschaftlichen Außenwelt abschotten
Denn unsere Kinder brauchen auch mal Ausbildungsplätze und Einkünfte denn nicht alle Können studieren und aus Berufsgründen wegziehen.
Und wenn der Wirtschaftsstandort Dinkelsbühl nicht attraktiver wird können wir nur zusehen wie
Feuchtwangen, Wörnitz, uvm. noch weiter abhängen.
Wann hat sich dass letzte mal ein Unternehmen für Dinkelsbühl interessiert??
Noch mal die Frage an sie, Welche alternative bieten sie für den zukünftigen Verkehr der auf uns zurollt?
Denn der wird nicht weniger und wenn sie noch so viele Statistiken rauskramen!
Haben sie anhand der Krise noch nicht bemerkt was von der Autoindustrie abhängt?
Und es dürfte auch in Ihrem Interesse sein dass es wieder aufwärts geht oder.
Keine Wirtschaft ohne intakte Umwelt. Und: Bitte erklären Sie den Lesern seit wann Durchgangsverkehr Ausbildungsplätze schafft?
Der Wirtschaftsfaktor Nr. 1 in Dinkelsbühl ist doch wohl ohne Frage der Tourismus. Mit einer Umgehung machen Sie den Wirtschaftsfaktor Nr. 1, nämlich die Attraktivität für Touristen, kaputt. Darüber hinaus sperren Sie mit einer Umgehung den Zufallstourist aus. Manch einer ist schon am Wörrnitztor von der B 25 abgefahren in Richtung Altstadt, beeindruckt von der einzigartigen Silhouette entlang der Schwedenwiese.
Und nun zu Ihrer Frage, welche Alternativen der Frosch aufzubieten hat. Als aller erstes schlage ich vor, sich zu besinnen und sich an den Fakten und nicht an den Worthülsen irgenndwelcher Lobbyisten zu orientieren.
Zwietens: Niemand weiß wieviel Verkehr auf uns zurollt in 5, 10 oder in 20 Jahren. Straßenbau ebnet Verkehr den Weg. Wenn wir den Verkehr aber eindämmen und nicht alles zubetonieren wollen, müssen wir mit dem Straßenbau aufhören und mit dem Ausbau der Schiene beginnen. Das zahlt sich für alle aus.
Also wem die Faktoren, Wirtschaftsstandort Verkehrsanbindung Unternehmen Arbeitsplätze bzw.
Ausbildungsplätze nicht sagen dem kann ich auch nicht helfen!
Nach diesen suchen sich unternehmen Ihren Standort aus!
Die Touristen haben 2-3 Abfahrten und in die Altstadt zu kommen die dann umso ruhiger und Sauberer sein wird!
Alternative „sich besinnen“?? also keine !?
Auf die Schiene, genau den von Augsburg Kommenten Verkehr verladen wir auf die schiene in DKB!
Sie könnten auch Horoskope verfassen, die sind auch so allgemein gehalten dass fast immer irgendetwas passt!
Und wenn ein Frosch den Verkehr aufhalten will ! Wissen wir was dabei rauskommt!
Schön das sich bei Blogfrog wieder mal was tut!!!
Doch blicken wir mal zurück. Ich erinnere mich an die Zeit in DKB als ich ein kleiner Junge war.
Zum Beispiel als ich mit meiner Großmutter in der Altstadt einkaufen war. Dort gab es alles was das Herz begehrte. Einen Käseladen, einen Gemüseladen und natürlich einen kleinen Lebensmittelmarkt. Ich bin mir sicher das sich einige Dinkelsbühler noch an diese Läden erinnern. Wo früher preiswerte und qualtitativ hochwertige Lebensmittel verkauft wurden, befinden sich heute Drogerie und Frisörläden im Überfluß.
Jetzt fragt sich jeder was das mit der B25 zu tun hat???
Ganz einfach: Damals wurde die Milch keine hunderte von Kilometer gefahren. Das Gemüse kam vom Gärtner vor den Toren und die Wurst und die anderen Lebensmittel wurden von einheimischen Handwerksbetrieben produziert und verkauft.
Wenn ich heute nur an eine Bäckerei denke, die ihre Brötchen durch den ganzen Landkreis karrt um sie in DKB zu verkaufen oder an die vielen Supermärkte. Sind wir da nicht alle ein bisschen selber Schuld??? Hätten wir damals diese riesigen Konsumtempel nicht angenommen, dann wären mit Sicherheit nicht soviele Supermärkte hier vor Ort.
Damals hat sich aber niemand Gedanken über die Zukunft gemacht und deswegen müssen wir Heute solche schwierigen Entscheidungen treffen!!!
Ich hoffe unsere Politker können ein bisschen weiterdenken als vom Rathaus in die Luitpoldstraße.
Viele Grüße aus der Altstadt!!!!
Kommentar veröffentlichen
Links to this post:
Link erstellen
<< Home