25.11.2010

KSV - Im Januar droht das Aus.

Spätestens zu Jahresbeginn droht die Insolvenz des einst so hochgelobten Vorzeigeprojektes. Selbst unter optimalen Bedingungen und Vollauslastung kann die KSV es aus eingener Kraft nicht mehr schaffen aus den roten Zahlen herauszukommen. Unausgereifte Technologie gepaart mit mangelhaftem Fachwissen auf Seiten der Betreiber, wodurch es zu Beschädigungen der Anlage gekommen sein soll, verschärfenn die ausweglose Situation zusätzlich. Ab Januar soll die KSV ihren finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen können. Von Anfang an - und das haben alle Gesellschafter (Kommunen) gewusst - war das Vorhaben auf Dinkelsbühler Grund massiv unterfinanziert. Bei einer Eigenkapitalquote von nicht einmal 10% und einem Investitionsvolumen von über € 30 Mio. mussten mehr als € 27 Mio. zwangsläufig über Fremdmittel finanziert werden, zu ordentlichen Zinsen. Weder für Zins noch Tilgung soll ab Jahresende das Geld reichen. Erfahren Sie mehr. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Eigenkapitalquote deutscher Kapitalgesellschaften liegt bei ca. 25% - und schon dieser Wert wird von Experten allgemein als zu niedrig angesehen.

Somit wird klar: Wie schon bei den Landesbanken haben die verantwortlichen Politiker auch im Falle der KSV über alle Maßen unverantwortlich gehandelt. Die Risiken wurden heruntergeredet oder bewusst verschwiegen. Wir alle erinnern uns allzu gut daran, wie OB Hammer die Anlage in allerhöchsten Tönen angepriesen hat. Er gehörte zu den größten Befürwortern. Einmal mehr haben Politiker beim Hecheln nach politischen Erfolgen hoch gepokert mit dem Geld ihrer Bürger. Wohl wissend, wie löchrig die Finanzierung gestrickt war. Nur: Dieses Mal sind die Folgen desaströs. Die Finanzlage der meisten Kommunen ist ohnehin alles andere als rosig. Dinkelsbühl ist mit ca. € 2.200,- pro Kopf eine der am höchsten verschuldeten Kommunen. Da bedarf es besonderer Vorsichtsmaßnahmen bei finanziellen Engagements dieser Größenordnung. Von Risikomanagement im Dinkelsbühler Rathaus keine Spur.

Rechnet man alles zusammen, dürfte der Verlust für Dinkelsbühl in die Millionen gehen. Von mindestens € 4 Mio. ist die Rede. Und, als wäre das nicht schlimm genug, bahnt sich das nächste Wahnsinnsprojekt im Kreis an. Interfranken und die geplanten Straßenbaumaßnahmen werden die Verschuldung der beteiligten Kommmunen explodieren lassen. Der Bürger fragt sich: Wohin soll das Ganze eigentlich noch führen? Laut OECD fließen in Deutschland, gemessen an der Produktivität seiner Wirtschaft, € 25 Mrd. zu wenig in den Bildungssektor. Das spürt man allerorten. so auch z. B. am Dinkelsbühler Gymnasium. Dort verwenden Schüler dieselben Bücher, die auch schon ihre Eltern in Gebrauch hatten.

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2 Comments:

At Freitag, 26. November 2010 19:34:00 MEZ, Anonymous Anonym said...

Unser OB sorgt immer mehr für Verdruß
jetzt fährt auch die KSV in den Konkurs.
Das Stadtsäckel ist schon längst leer
doch er will immer mehr.
Trotz viel zu leeren Kassen
will er die Stadtmühl´ umbauen lassen!
Ein paar Schulden hin oder her
vom Bürger Gelder holen, dass ist nicht schwer!
Doch merke Dir das Eine!
Lügen haben kurze Beine!

 
At Samstag, 27. November 2010 10:54:00 MEZ, Anonymous W. Moser, Fichtenau said...

@Wir alle erinnern uns allzu gut daran, wie OB Hammer die Anlage in allerhöchsten Tönen angepriesen hat.

Wohl wahr! Hier eine kleine Auswahl:

„Bereits von 25 Gemeinden liegt eine Zusage vor, so dass eine gute Auslastung und wirtschaftlicher Betrieb gesichert ist“ (Pressemitteilung 30.03.2005).

„Wir sind nicht mehr abhängig von den Monopolisten“ (FLZ v. 27.09.2006).

„Die in der Anlage gewonnene Energie ist um 20 Prozent günstiger als Strom aus herkömmlichen Quellen“ (Pressemitteilung 27.02.2008).

„So erobern wir wieder ein Stück Uabhängigkeit auf diesem stark umkämpften Mark“ (Pressemitteilung v. 20.08.2008).

„Ein Beweis dafür, dass Klimaschutz und wirtschaftliches Denken kein Gegensatz sein müssen" (FLZ v. 22.08.2008).

„Ein Stück Hochtechnologie“ (FLZ 13.03.2009).

„Wir sind überzeugt, dass wir da draußen alle Imagevorteile haben und vor allem mit einer günstigen Energieversorgung gut punkten können“ (FLZ v. 29.01.2010).

Ohne Hammer, da beißt die Maus keinen Faden ab, wäre das Waldecker Industrie-Monstrum nie gebaut worden. Er und sein inzwischen in die Krankheit geflüchteter Bruder im Geiste, der Crailsheimer Stadtwerke-Boß Wagner, tragen die Hauptverantwortung für das KSV-Desaster.

Weitere Einzelheiten finden Sie hier: http://fichtenauerforum.blogspot.com/2010/11/einsturzender-leuchtturmi.html.

 

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