KSV - Was geht und was nicht
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| Achtung Haftung |
Für gewöhnlich haften Gesellschafter in voller Höhe ihrer Einlage und darüber hinaus, z.B. bei Kreditaufnahmen, oft auch persönlich. In Fall der KSV haften die Kommunen, lediglich vertreten durch ihre Stadtoberhäupter, legitimiert durch den Stadtrat, der wiederum die Gesellschafterin (Dinkelsbühl) repräsentiert. Die Gesellschafter müssen dafür gerade stehen, was sie selbst und die Aufsichtsräte - hier in Personalunion! - sowie die Geschäftsführung verbockt haben. Der Bürger also zahlt die Zeche. Damit ist neben der finanziellen Misere ein weiteres schwerwiegendes Problem der KSV benannt, nämlich dass es sich bei Gesellschaftern und Aufsichtsräten um ein und dieselbe Person handelt. Und: Dass die Gesellschafter aufgrund einer nicht tätigen, weil seit langem im Krankenstand befindenden Geschäftsführung, de facto deren geschäftsführende Aufgben übernommen haben. So agiert OB Hammer quasi als geschäftführender Gesellschafter, vertritt die Gesellschafterin Dinkelsbühl in der Gesellschafterversammlung und kontrolliert sich als Aufsichtsrat selbst. Jedem wird klar, dass Hammer, als Aufsichtsrat, sich selbst, als geschäftsführendem Gesellschafter, kein Bein stellen wird. Anders herum schon gar nicht, was durchaus im Interesse der Kommune wäre, weil man eben diesen Aufsichtsrat persönlich in Haftung nehmen, es zumindest versuchen könnte. Also wird er stattdessen versuchen, selbst ohne persönliche Verluste aus der ganzen Sache rauszukommen. Er hat also die einmalige Option, als "geschäftsführender" Gesellschafter, wenn es ihm nützt, Gelder aus der Stadtkasse zu bewilligen und sich dabei selbst zu kontrollieren bzw. die Aufmerksamkeit vom Aufsichtsrat abzulenken. Unterlaufen Hammer als Person im Rahmen seiner Aufgaben als Aufsichtsrat schwere Fehler, muss er sich deshalb wenig Sorgen machen. Schließlich bestimmt er als Aufsichtsrat, wann welcher Sachverhalt geprüft wird und, vor allem, gegen wen geprüft werden soll. So geschehen in gestriger Sitzung. Zunächst einmal soll die Geschäftführung der KSV Rechenschaft ablegen und sonst niemand. Zufall, oder wie naiv ist der Dinkelsbühler Stadtrat?.
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| Hammer einmal nützlich |
Die schlechteste Option, die der Stadtrat indes hat, ist sich zurückzuziehen und ganz im Sinne des Nichtssehen, Nichtshören, Nichtssagen und am besten noch gar nichts wissend bis auf weiteres zu verabschieden. Wenn eine Holschuld seitens des Stadtrates existieren sollte, sich im KSV-Drama die für eine notwendige Entscheidung unerlässlichen Informationen zu beschaffen, die, wie wir aus dem Hammer-Interview wissen, nicht einmal dem OB selbst bekannt sein wollen, dann könnte der Stadtrat vielleicht am Ende sogar in Haftung kommen. Im Falle der Balaba (Bayerische Landesbank) wird gerade geprüft, inwieweit eine Durchgriffshaftung gegenüber dem Verwaltungsrat in Sachen Hypo Alpe Adria gegeben sein könnte. Sie ist, wenn auch in engen Grenzen, durchaus möglich, wie man aus Juristenkreisen hört. Oder in anderen Worten: Eine Haftung des Stadtrates kann nicht ausgeschlossen werden. Aus zivilrechtlicher Sicht kann ohnehin jeder Bürger, wenn er will, die Sache mit einer wohlbegründeten Anzeige ins Rollen bringen. Wie man hört, denkt man hie und da auch schon bereits darüber nach - zivilrechtlich. Zu viele Wunden scheint unser OB geschlagen zu haben, als dass man sich auf Seiten des politisch bürgerlichen Lazaretts hier eine Chance entgehen lassen wollte.
Fraglich ist auch, warum der KSV-Aufsichtsrat vergangenen Montag nur den bayerischen kommunalen Prüfungsverband (BKPV) mit der Prüfung beauftragt haben will, die Gemeindeprüfungsanstalt Baden-Würtemberg aber keine Rolle spielen soll. Der guten Ordnung halber sei erwähnt, dass nach § 52 (3) GmbHG Schadensersatzansprüche gegen die Mitglieder des Aufsichtsrats wegen Verletzung ihrer Obliegenheiten in fünf Jahren verjähren. Tatenlosigkeit scheint für viele unmittelbar Beteiligte gut aber auch schlecht zu sein. Kommt wohl ganz darauf an, ob man im Aufsichts- oder im Stadtrat sitzt.
Labels: Amigos, Armes Dinkelsbühl, Klärschlammverwertung, Politische Kultur, Stadtentwicklung



19 Comments:
In der Brosch+re steht unter Punkt "22. Wer finanziert das Vorhaben?" dass sich zur Finanzierung 25 Kommunen in einer GmbH zusammengeschlossen hätten. Und: "Jeder der Gesellschafter bringt ein BESTIMMTES Stammkapital in die Gesellschaft ein."
Hahahahahahahahahahaha .... Hahahahahahahahahah?
Heul ;-(
Hammer ist auch Mitglied des Gremiums Stadtrat. Er käme also auch nicht mit heiler Haut davon. Interessant ist doch, was passieren würde, wenn jetzt der Schaden noch größer wird durch irgendwelche irrsinnige Ausgaben, die durch die KSV getätigt werden. Bevor sich am Ende doch noch rausstellt, dass wir die KSV dichtmachen können.
Wenn ich in der KSV Sache drinstecken würde, würde ich auch alles versuchen, damit die Anlage läuft.
In solchen Situationen handelt man oft sehr irrational - menschlich.
Offen und ehrlich war sein Wahlspruch!!!
Man hat aber den Eindruck, dass das Gegenteil der Fall ist.
Wenn man nichts zu verbergen hat, dann hätte man die Stadtratssitzung auch öffentlich machen können.
Die Kosten der KSV dürfen wir Bürger auch öffentlich zahlen!!!
... oder ruft er dann auch zum Spenden auf? Vielleicht zahlt Kiesow auch hier!
Hoffentlich finden sich auch in Dinkelsbühl viele "Wutbürger" (Wort des Jahres 2010)die gegen die Machenschaften unseres Stadtoberhauptes KSV, Ostumgehung, Brauhaus ............ endlich aufbegehren!
Es wurde schon zuviel kaputt gemacht!!!
"Gesetze gelten in Bayern sogar für CSU-Politiker"
"Opposition im BayernLB-Ausschuss fällt ein vernichtendes Urteil und will die Verantwortlichen vor Gerict sehen" (FLZ v. 17.12. S.15)
Da wird es dem Verwaltungsrat (Aufsichtsrat) wohl nicht helfen, wenn dieser sich darauf beruft, vom Vorstand falsch informiert worden zu sein. Wenn der Verwaltungsrat dem Vorstand blind vertraut und nachfragen unterlässt, kann dies als grob fahrlässig eingestuft werden.
Oh Oh
"Wer nichts riskiere und die ausgetretenen Pfade nicht verlasse, könne zwar nicht scheitern, aber dann wäre Deutschland nicht da, wo es jetzt ... stehe."
Diese Äußerung tut ein Stadtrat, der nach wie vor daran glaubt, dass Die KSV eine Chance hat, nämlich Paul Beitzer.
Wäre Deutschland so dilletantisch geplant und die Planungen so unprofessionell umgesetzt worden, wäre Deutschland für wahr nicht da, wo es heute steht.
Wäre das KSV-Projekt in seiner Komplexität und den daraus resultierenden Anforderungen an Aufbau und Management der Anlage von den politisch Verantwortlichen - Stadträte inbegriffen - auch nur annähernd begriffen worden, hätten sich die Stadträte vermutlich mehr Gedanken dazu gemacht, wie man das Risiko eines solchen Projektes in dessen Verlauf permanent abbbildet, kontrolliert und mit höchstmöglicher Wahrscheinlichkeit beherrschen kann.
Abstimmmen ist leicht, Risikomanagement dagegen nicht.
Wer also selbstgefällig Weitermachen ruft, sollte bitte zum Wohle dieser Stadt darauf bestehen, dass man dem Risikomanagement etwas mehr Raum als in der Vergangenheit einräumt. Wo ginge das besser als im Stadtrat? Vorausgesetzt man informiert sich, bevor man abstimmt. Plakative Parolen wie: Wer nichts wagt, der nichts gewinnt, helfen da wenig und zeigen nur, dass aus Unwissenheit resultierende Unsicherheit kaschiert wird.
Hammer sagt, die KSV sei ein großes Problem und dass man die Bürger nicht mitgenommen habe.
Wenn er wirklich meint, was er sagt, zeigt er damit, wie unfähig er ist, das große Problem zu lösen. Er begreift nichts.
Wer aber kann es, das Problem lösen? Momentan, so scheint es, liegt ein Schleier der Ahnungsloigkeit über Dinkelsbühl. Die Politik hat sich verhoben und zwar gewaltig. Nicht etwa beim Staßen- oder Schulbau, sondern in einer Gewichtsklasse, in der die Bürger Dinkelsbühls dieses Mal geneigt sein könnten, diese Last nicht auf ihren schmalen Schultern tragen zu wollen. So jedenfalls geht es mir.
Ich schlage vor eine Bürgerinitiative zu gründen und über einen Anwalt prüfen zu lassen, ob und in welchem Umfang die Stadt und deren Vertreter zivilrechtlich belangt werden können. Die Möglichkeit hierfür besteht, zumindest theoretisch.
Ja, ja, erst am großen Rad drehen und wenn es dann in Schwung kommt, hat keiner ne Ahnung wie man lenkt. Jetzt ist das Rad außer Kontrolle geraten und wer wird überfahren? Der (Wut)Bürger.
Ich würde als erstes mal überprüfen, ob und wer hier gegen den Artikel 72 der Gemeindeordnung verstoßen hat.
Zeit Kostet.
Vielleicht hat er nur die Aufsichtspflicht verletzt!
Kann doch mal vorkommen, dass man sich selbst nicht gut genug beaufsichtigt!
Von strafrechtlicher Relevanz ist, ob vorsätzlich gehandelt wurde. Hier hat der Staatsanwalt den Nachweis zu führen.
Zivilrechtlich von Bedeutung ist, ob fahrlässig gehandelt wurde. Hier führt den Nachweis jeder, der meint, dass er sich vor Gericht eine reelle Chacne ausrechne, sein Geld von den Verantwortlichen wiederzubekommen (Schadensersatz).
Die Chancen stehen meiner Meinung nach gar nicht so schlecht.
Kenn die KSV jemals wirtschaftlich arbeiten? Nein, es sei denn, die angeschlossenen Gemeinden setzen gegenüber ihren Bürgern einen Preis pro Entsorgungstonn in Höhe von € 120,- per Beschluss durch.
Und selbst bei diesem Preis kann niemand sagen, ob er ausreichen wird, die KSV-ANlage jemals zu refinanzieren.
Im Ostalbkreis wird Klärschlamm solar und demnächst vielleicht mit Hilfe von Energie aus der Vergärung von Biomasse getrocknet. Zu einem Preis von ca. € 60,- pro Entsorgungstonne.
Wer wird da bereit sein, mehr als das Doppelte dafür zu bezahlen?
So etwas werden die Bürger der an der KSV beteiligten Kommunen wohl kaum mitmachen.
@anonym (13): Mitmachen d.h. zahlen will von uns Bürgern mit Sicherheit Keiner - aber es wird uns nicht anderes übrig bleiben, denn unsere gewählten Herren der Stadt haben es anscheinend immer noch nicht begriffen und wollen weiterhin in einen Schrottbetrieb investieren. Man glaubt ja immer noch die KSV hätte eine Chance.
Die Bürger müssten mehr mit einbezogen werden, war eine Aussage von Paul Beitzer bei seiner Weihnachtsrede im Stadtrat. Dieser Meinung bin ich auch: Ich hätte die KSV und vieles anderes in Dinkelsbühl gar nicht gebaut!!!
Nachdem durch das Problem KSV ein sehr großer Geldbetrag für unsere Stadt ins Haus steht, sollten unsere Stadtoberhäupter doch auch einmal ans sparen denken!
Statt dessen geben sie immer mehr aus:Blockschülerheim, Stadtmühle, ...........
Jugendherberge und die Stadtmauer u.v.m. müssen ja auch einmal gemacht und bezahlt werden!
Ein verschuldeter Bürger kann auch nicht ständig noch weiter Ausgaben tätigen!
Diese Kängeruhpolitik muss endlich ein Ende haben!
wie wurde die Angelegenheit im Fichtenauer forum tituliert?
KSV = Kommunale Stümper-Vereinigung
treffender geht es nicht!
Es mag ja sein, dass das KSV-Prinzip trotz allem in Zukunft irgendwo funktioniert. Vielleicht auch in der Pilotanlage in Dinkelsbühl. Das wäre wünschenswert und für Dinkelsbühl erfreulich.
Aber darum geht es hier nicht mehr. Zumindest nicht in erster Linie.
Wenn das technische Prinzip dieser Anlage bestätigt werden und diese Anlage jemals funktionieren sollte, wird man folgende zwei Frage zu beantworten haben:
Wieviel Geld wäre bei optimalen Bedingungen nötig gewesesn, um diese Anlage ins Laufen zu bringen?
Und:
Wer trägt die Verantwortung bzw. kann haftbar gemacht werden, dass die KSV-Anlage in Waldeck so viel teurer geworden ist?
Dass für die Stümperei der KSV-Verantwortlichen der Bürger geradestehen muss, sehe ich nicht und sehen viele andere Bürger der beteiligten Kommunen übrigens ebenfalls nicht. Das wird ein Nachspiel haben, denke ich, so oder so.
sehr geehrter Ex-FDPler
in dieser "ach so besinnlichen Zeit" möchte ich Ihnen den Glauben nicht nehmen. Auch wenn es ein Nachspiel haben sollte der Bürger zahlt in jedem Fall. Bei den Summen die hier gehandelt werden können sich alle "Verantwortlichen " ganz ruhig zurück lehnen.
Die hohe Politik lässt mit ihren Mitteln und Verbindungen hinein bis in die Gerichtsbarkeit niemanden fallen.
Als Beispiel dient hier auch S21.
In einer Diktatur
zählt eine Meinung nur!
Damit er bekommt seinen Willen
geht er öffentlich oder auch im Stillen
von Staatsoberhaupt zu Staatsoberhaupt, um dort zu flehen!
Sogar in München und Berlin hat man ihn gesehen
Will er doch unbedingt für Lkws den Straßenbau
- is ja egal, wenn der Bürger hat die Abgase und den Lkw-Radau!
Der OB hört dann viel Lob und steigt ein Treppenstüfchen weiter!
Auf der KSV sitzt nun der Pleitegeier -
Herr Aufsichtsrat ist natürlich nicht schuld
am ganzen Tumult!
Die Hackschnitzel sind es, die sind zu teuer
für das schöne KSV-Feuer!
Für die Knabenkapell´ Dinkelsbühl bestes Kind
ist bald die Stadtmühl´ bestimmt!
Man kann zwar den Umbau nicht zahlen -
aber man kann ja später wieder damit prahlen!
Was mit der Jugendherberg´ Sanierung wird
anscheinend niemand wirklich interessiert.
Auch bei der Dinkelsbühler Feuerwehr,
sorgt er für Knatsch, so dass bei einem Brand kommt Keiner mehr!
Sogar bei der Kommandantenwahl will er das Sagen haben,
ohne die Feuerwehrler selbst zu fragen!
Ich geb euch einen Tipp:
Seit seiner Meinung und seit stets nett und lieb!
Ist man´s nicht - wird´s kompliziert
und man wird ins Rathaus zitiert!
Dann hört`s laut die ganze Stadt,
was er für eine Meinung hat,
Ach, wie hat das Füchslein Theo recht
es ist net gerecht,
wenn nur eine Meinung zählt!
Da fragt man sich, was haben wir da nur gewählt.
Demnächst gibts dann noch Schreib-, Rede-, Lach- und Schnaufverbot
und die Stadt ist total verschuldet und Bankrott!!!
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